Dieses Blog durchsuchen

Wird geladen...

Freitag, 27. Januar 2012

Die JuMu Teilnehmer aus Görlitz - Viel Erfolg!

Am kommenden Wochenende findet der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Hoyerswerda statt.
Folgende Schüler haben sich dafür beworben:

Kategorie Gesang ( Duo Kunstlied )
Florian – Daniel  Noe  -    Begleitung Klavier Fabian Malik
Magdalena Reiss -        Begleitung Klavier Christoph Starre
Hanna Bandel        -    Begleitung Klavier Lea Bandel
Michelle Heinze-Dube -    Begleitung Klavier Marie – Luise Herrmann

Duo Violine - Klavier
Johann - Markus Börner -    Begleitung Klavier

Gitarre
Richard Lehmann

Querflöte
Susann Wilke
Aline Thienel

Klarinette
Lennart Viertel

Jugend jazzt

Auch 2012 wird im Rahmen der Regionalwettbewerbe und des Landeswettbewerbes in Sachsen »Jugend jazzt« ausgetragen. Der Wettbewerb 2012 ist turnusgemäß für Solisten ausgeschrieben.

„Jugend jazzt“ Sachsen / Region Dresden
- Solo -
Samstag, 21. Januar 2012 Berufschulzentrum Meißen, Aula


Wir gratulieren
Luisa Bartel  V  Sopran    23 Pkt.       1. Preis         mit Weiterleitung zum LW

Jugend Musiziert

http://www.jugend-musiziert.org/

Zeitpläne:
http://www.jugend-musiziert.org/regionalwettbewerbe/sachsenlausitz/detaillierter-zeitplan.html

Der Wettbewerbsort und das Organisationsbüro befinden sich in der NEUEN Musikschule Hoyerswerda,
02977 Hoyerswerda, Lausitzer Platz 4 - Eingang FORUM
Telefon  03571-209300
Fax         03571-209302
Mobil      0170-1286934
e-mail:   info@musikschule-hy.de

Regionalwettbewerb: 
28.01. - 29.01.2012 in Hoyerswerda, Lausitzer Platz 4, Eingang FORUM

Preisträgerkonzert:
04.02.2012 um 15.00 Uhr
im Schlosssaal Hoyerswerda

Ehrenpreisverleihung in der Solowertung Blechblasinstrumente:
Verleihung während des Eröffnungskonzertes der Hoyerswerdaer Musikfesttage am 22.04.2012 um 18.00 Uhr in der Lausitzhalle Hoyerswerda


Ergebnisse:
http://www.jugend-musiziert.org/regionalwettbewerbe/sachsenlausitz/ergebnisse.html

Sonntag, 8. Januar 2012

Sonntag, 1. Januar 2012

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Weihnachtspodium im Ratscafe

Jazz Rock Pop Weihnachtspodium
Mittwoch, den 21. Dezember 2011
20 Uhr im Ratscafe Görlitz

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Unterricht findet am Freitag statt!

Auch wenn einige Schulen in Görlitz einen unterrichtsfreien Tag einlegen (keine offiziellen Ferien), findet der Unterricht in der Musikschule wie gewohnt statt.

.

Mittwoch, 30. November 2011

Konzert bei Kerzenschein


Stimmungsvolle Reise durch die Musikliteratur
Eine Epochen und Länder übergreifende Reise durch die Musikliteratur erwartet die Besucher des „Konzerts bei Kerzenschein“ in der Musikschule Görlitz am 3. Dezember.Ausführende der Veranstaltung im Saal der Musikschule am Samstag, 17 Uhr, sind Klarinetten, Geigen, Klavier, Flöten, Trompeten, Gitarren, und Gesangsschüler der Musikschule „Johann Adam Hiller“ Görlitz.Werke der bekannten Meister Mozart, Haydn und Schostakowitsch sind ebenso vertreten wie Kompositionen von Ponce, Schmitz und Baklanowa. Dabei ist das Programm vom Heidenröslein bis zum Jazz Parnas abwechslungsreich wie von den Konzerten der Musikschule gewohnt. Eine erstmalige Erwähnung findet das „Konzert bei Kerzenschein“ der Musikschule, ursprünglich im Museum auf der Neißstraße veranstaltet, in Zeitungsartikeln aus dem Jahr 1974. „Wir sind stolz darauf, eine fast 40jährige Tradition weiterzutragen und weiterzupflegen!“ sagt Robert Koegler, Direktor der Musikschule Görlitz. Das Konzert bei Kerzenschein ist das vorletzte Geburtstagsgeschenk an die 60 jährige Musikschule. Liebhaber der Podiumsreihe sollten sich Mittwoch, den 21.12., vormerken. Dann gibt es das letzte Geburtstagsgeschenk - das Weihnachtspodium im Ratscafe.
.

Donnerstag, 10. November 2011

Mehr Geld für musikalische Leuchttürme

Mittwoch, 9. November 2011
(Sächsische Zeitung)

TAGESGESPRÄCH

Mehr Geld für musikalische Leuchttürme



Bild vergrößern
Herr Koegler, welches war in Ihren Augen der wichtigste Beschluss der Tagung in Görlitz?

Dass wir jetzt sachsenweit eine einheitliche Prüfungsordnung haben. Damit sind die Prüfungsergebnisse und Noten überall vergleichbar. Die Zusammensetzung der Prüfungskommission ist festgelegt und ein einheitliches Punktesystem wird verwendet.

Es ging bei Ihrer Zusammenkunft auch um Förderung junger Talente. Was gibt es da Neues?

Die Förderung für besonders begabte Schüler wurde von 600 auf 800Euro angehoben. Das heißt, dass der Schüler zusätzlich 45Minuten Unterricht pro Woche bezahlt bekommt. Das ist ein Programm des Freistaats, es gibt 400Plätze dafür.

Haben Sie viele dieser Ausnahmetalente in Görlitz?

Eher nicht, es könnten mehr sein. Man muss schon genau schauen, wer dafür infrage kommt. Das sind doch eher die potenziellen Musikstudenten, die kleinen Leuchttürme. Um die zusätzliche Förderung zu bekommen, müssen sie auch erst in Dresden vorspielen und ihre Qualitäten unter Beweis stellen.

Musikschul-Konzerte bei YouTube – das ist für Sie keine Zukunftsmusik mehr?

Nein. Wir sind mit unserer Musikschule in Görlitz schon ziemlich präsent im Internet. Unmittelbar nach Auftritten unserer Schüler stehen schon Bilder auf der Homepage, wir binden uns ein in Netzwerken wie Facebook und haben ein eigenes Blog. So können auch andere sehen, was wir machen. Mit YouTube ist das so eine Sache, bei Konzerten sind wir vorsichtig wegen der Rechte der Gema.

Gespräch: Daniela Pfeiffer
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2908377
.

Dienstag, 8. November 2011

Jung und Alt machen gemeinsam Musik

Die Neue Lausitzer Philharmonie gab am vergangenen Sonntag im Theater Görlitz gemeinsam mit ihrem Patenorchester, dem deutsch-polnischen Jugendsinfonieorchester Görlitz/Zgorzelec ein Galakonzert. Anlass waren "60 Jahre Musikschule Görlitz".

Dieses gemeinsame Konzert ist der vorläufige Höhepunkt einer gelungenen Orchesterpatenschaft. Die "tutti pro"-Patenschaft ist ein Beispiel für eine Gewinn bringende Nachwuchsarbeit. Ein solches Konzertprojekt, das aus der gemeinsamen Arbeit entsteht, ist eine wunderbare Möglichkeit für das Jugendorchester, sich große Werke zu erobern, die allein nicht zu schaffen wären. So erklangen Beethovens Fidelio-Ouvertüre, Haydns Klavierkonzert D-Dur – gespielt vom Preisträger des 10. internationalen Klavierwettbewerbs Görlitz/Zgoezelec Mykola Szykola –, Filmmusik aus Angelique und Schindlers Liste sowie ein Beatles Medley.

Maria Frenzel-Weiner, die langjährige Leiterin der Musikschule Görlitz, hatte mit einem aus eigenen Streichschülern formierten Ensemble den Grundstein für das Jugendorchester gelegt. Bereits 1953 spielte das Streichorchester erstmals in der Öffentlichkeit. Bodo Engler, Thomas Stapel, Michael Keschke und Wolfgang Behrend führten das Orchester in den folgenden Jahren durch Höhen und Tiefen. Viele Dirigenten bewarben sich um die Nachfolge. Neuer Dirigent ist nun Dalibor Tuz.

Auf das Konzert im Thater bereiteten sich die Jungen und Mädchen des deutsch-polnischen Jugendsinfonieorchesters im Orchesterlager in der Landesmusikakademie  Schloss Colditz intensiv vor. Ein Dirigentenwechsel ist besonders für ein Jugendorchester eine große Veränderung. Nur wenige Proben blieben Dalibor Tuz und dem Orchester, um sich kennen zu lernen.

Nach dem Konzert wurden sofort Pläne für weitere Konzerte geschmiedet. Vielleicht war dieses Konzert der Anfang einer neuen Tradition von Neuer Lausitzer Philharmonie und Jugendsinfonieorchester.

Mitte 2009 hatten die Philharmoniker offiziell die Patenschaft über den talentierten Musikernachwuchs der Musikschule "Johann-Adam-Hiller" übernommen. Mit einer Urkunde wurde die Zusammenarbeit beider Orchester durch die Initiative "tutti pro" der Deutschen Orchestervereinigung, der Jeunesses Musicales Deutschland und dem Verband Deutscher Musikschulen anerkannt.

"Jugendarbeit ist eine der wichtigsten Aufgaben für uns als professionelle Orchestermusiker. Das Erlernen eines Musikinstrumentes ist eine extrem wichtige Erfahrung für die weitere Entwicklung der Kinder. Damit werden unter anderem Geduld, Ausdauer und Konzentration trainiert. Eigenschaften, die alle Kinder später im Leben gut gebrauchen können" so Octavian Ursu der Initiator der Kooperation, Vorstandsvorsitzender der Musikschule und Mitglied der Neuen Lausitzer Philharmonie.

Im November geben die jungen Musiker weitere Kostproben ihres Könnens ab – so beim "Herbstkonzert" am Samstag, 19. November, 17.00 Uhr, im Saal der Musikschule am Fischmarkt 6 und am Samstag, 3. Dezember, 17.00 Uhr, an gleicher Stelle beim traditionellen "Konzert bei Kerzenschein".

Niederschlesischer Kurier, 03.11.2011

2011
http://www.alles-lausitz.de/startseite/kultur/5250300_Jung_und_Alt_machen_gemeinsam_Musik.html

2009
http://www.alles-lausitz.de/startseite/kultur/4072987_Gemeinsame_Sache_mit_den_Profis.html

Freitag, 4. November 2011

Musikschulleiter treffen sich in Görlitz

Görlitz. Heute treffen sich die Musikschulleiter der 25 kommunalen Musikschulen in Sachsen zu einer Konferenz in Görlitz. Themen der Beratungen sind die Förderung begabter Musikschüler im Freistaat Sachsen, eine sachsenweit einheitliche Prüfungsordnung für Musikschulabschlüsse sowie Fragen zur Umsetzung der Maßnahmen der Bundesregierung im sogenannten Bildungspaket. (SZ)

 

.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Galakonzert 60 Jahre Musikschule Görlitz

Die Neue Lausitzer Philharmonie gab am So, 30. Oktober, 15 Uhr, im Theater Görlitz gemeinsam mit ihrem Patenorchester, dem deutsch-polnischen Jugendsinfonieorchester Görlitz/Zgorzelec anlässlich „60 Jahre Musikschule Görlitz“ ein Galakonzert. Es erklangen klassische Musik, Filmmusik und Pop. Die tutti pro Patenschaft ist ein Beispiel für eine Gewinn bringende Nachwuchsarbeit. Ein solches Konzertprojekt, das aus der gemeinsamen Arbeit entsteht, ist eine wunderbare Möglichkeit für unser Jugendorchester, sich große Werke zu erobern, die alleine nicht zu schaffen wären.


Im Vorfeld des 7. Philharmonischen Konzerts am 5. Juni 2009 im Theater Görlitz übernahm die Neue Lausitzer Philharmonie offiziell die Patenschaft für das Jugendsinfonieorchester Görlitz/Zgorzelec der Musikschule „Johann-Adam-Hiller“. Mit einer Urkunde wurde die Zusammenarbeit beider Orchester durch die Initiative „tutti pro“ der Deutschen Orchestervereinigung, der Jeunesses Musicales Deutschland und dem Verband Deutscher Musikschulen anerkannt (Video). Die Partnerschaft ist eine Bereicherung des deutschen Orchesterlebens zur musikalischen Bildung von Jugendlichen. Das Projekt „tutti pro“ wurde im April 2004 mit Unterstützung des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau gegründet. 

.

Sonntag, 25. September 2011

Orchester benötigen Förderer




Nicole Kunze hat derzeit viel zu tun. Als Lehrerin für Conga, Klavier und Schlagwerk unterrichtet sie derzeit Dutzende Schüler, dirigiert obendrein ein kleines Orchester. „Ein Instrument zu lernen, ist wieder stark gefragt“, sagt die 51-Jährige. Einmal wöchentlich trommelt sie auf den Congas, gemeinsam mit sechs Ensemble-Mitgliedern. Die Stimmung, ob unter Schülern oder Angestellten, sei bestens. Auch wenn zwischen den Trommelklängen stets finanzielle Sorgen mitschwingen. „Natürlich hat man immer im Hinterkopf, dass irgendwo gekürzt wird“, bestätigt sie. Ohne Spenden und Fördermittel sähe es schlecht aus. „Aber es wäre Unsinn, den Kopf in den Sand zu stecken.“

Dabei läuft es gut. Die Kundschaft der Musikschule „Johann Adam Hiller“ entwickelt sich prächtig – trotz Geburtenflaute und geringer Kaufkraft. „Wir sind an der Kapazitätsgrenze“, sagt Robert Koegler mit Blick auf die Schülerzahlen. Und verkündet stolz, die 1000er Marke kürzlich geknackt zu haben. 75 stehen sogar auf der Warteliste. „Das Interesse an Kultur steigt“, glaubt der Direktor der Musikschule. Eigentlich besteht kein Grund zur Klage. Eigentlich. Wie so oft sind die Finanzen das Problem. Besonders bei den Ensembles: „Je nach Größe kostet eins jährlich zwischen 800 und 16000 Euro.“ Geld, dass allein aus dem Etat nicht gedeckt werden kann.

Der monatliche Beitrag, für Schüler 2,50 Euro, hat nur symbolischen Charakter. Förderer gebe es zwar genug, sagt Koegler, „aber es ist jedes Jahr ein Zittern um den Etat“. Auch die Stadt Görlitz unterstützt die Musikschule, doch um Unterstützung buhle schließlich jeder. Und mit mehr und mehr Zahlungsverpflichtungen der Stadt „steigt die Sorge, dass gekürzt wird“.

Doch bei den Ensembles kürzen, das will der Direktor nicht. Robert Koegler zückt das Programmheft. Präsentiert die vielen anstehenden Konzerte. „Wir haben zahlreiche Anfragen nach unseren Orchestern“, verkündet er mit zufriedener Miene. „Von der Stadt, von Firmen, von Bildungseinrichtungen.“

Teilweise bringt so ein Auftritt mehrere hundert Euro. Manchmal, wenn sie ehrenamtlich unterwegs sind, aber auch nichts. Auf den Kosten, zum Beispiel für den Transport der Instrumente, bleibt die Schule sitzen. „Insgesamt“, kalkuliert Koegler, „sind die Ensembles ein Defizitgeschäft“. Zumal die Zahl an Mitgliedern – trotz Kundenzulauf – rückläufig ist. „Weil Schüler heutzutage weniger Zeit haben als früher.“ Jedoch auch, weil fürs Ensemblespiel gewisse Fähigkeiten nötig sind. Schließlich gelte es, das Niveau zu halten. Der eigene Anspruch ist hoch. Man will sich gut präsentieren, zum Beispiel wenn hoher Besuch in der Stadt ist. Auch Bundespräsident Wulff kam in den Genuss, als er bei seinem Görlitz-Besuch im Juni vom Jugendblasorchester empfangen wurde.

Fotos: Pawel Sosnowski
Allein 2010 stehen über 70 Veranstaltungen zu Buche, davon 33 Orchesterkonzerte. Nötig aber ist finanzielle Hilfe, „um die Ensemble-Arbeit auf Dauer zu ermöglichen“. Spender, Förderer, Paten. So wie zuletzt die Sparkasse, die einen großen Betrag für die Schule mitbrachte. Denn die Musikschule legt viel Wert auf ihre Orchester, auch im Interesse der Mitglieder: „Wofür lernt man ein Instrument? Um gemeinsam zu musizieren“, sagt Koegler. Und hofft auf Patenschaften von Firmen und Privatpersonen. „Als Dank dürfen sie sich ein Mal jährlich auf ein Konzert „ihres“ Ensembles freuen.“

von Tobias Hoeflich
Montag, 26. September 2011
(Sächsische Zeitung)
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2871763
.

Freitag, 9. September 2011

Sparkasse hilft der Musikschule Görlitz mit 10 000 Euro

Görlitz. Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien unterstützt die Ensemblearbeit der Musikschule Görlitz. Sparkassenmitarbeiterin Regina Risy übergab gestern einen Scheck über 10000 Euro an Direktor Robert Koegler. Mit dem Geld werden sieben Ensembles und mehrere Kammermusikgruppen der Musikschule in ihrer Arbeit unterstützt, darunter auch das deutsch-polnische Jugendsinfonieorchester, die BigBand Görlitz, das Jugendblasorchester Görlitz und die neue Bläserklasse an der Grundschule 1. Eine sinnvolle und zielgerichtete musikalische Ausbildung müsse auch die Möglichkeit von Ensemble- und Orchesterspiel bieten, sagte Koegler: „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung, nur so sind Probenlager und die Vorbereitung auf Konzerte überhaupt erst möglich.“ (SZ)

Freitag, 9. September 2011
(Sächsische Zeitung)

.

Dienstag, 23. August 2011

auf ins neue Schuljahr

Dienstag, 23. August 2011
(Sächsische Zeitung)

„Unser Konzert-Knigge soll für Ruhe sorgen“

Von Daniela Pfeiffer

Bildergalerie
So sieht er aus: Der nicht ganz ernst zu nehmende druckfrische Konzert-Knigge, den die Musikschule herausgebracht hat.









Mit pfiffigen Ideen wie Konzert-Knigge und eigener Schultasche ist die Musikschule „Johann Adam Hiller“ gestern ins Schuljahr gestartet. Am Nachmittag wurden die Schulanfänger begrüßt. Über das neue Schuljahr, in dem weiterhin Jubiläum gefeiert wird, sprach die SZ mit Direktor Robert Koegler.

Herr Koegler, Sie haben die magische Grenze geknackt?

Ja, tausend Schüler haben wir jetzt. Damit stoßen wir an unsere Kapazitätsgrenzen, mehr geht nicht.

Die Schulanfänger haben Sie ja ganz besonders gegrüßt?

Genau. Neben der üblichen Zuckertüte hat jeder eine unserer nagelneuen Schultaschen bekommen. Darauf steht Musikschule-Görlitz.de, damit das Ganze auch nach außen getragen wird. Wir haben zunächst 500Stück bestellt. Die größeren Schüler können eine Tasche für neun Euro kaufen. Sie ist übrigens auf die Bedürfnisse der Jugend zugeschnitten – mit Handytasche und Kopfhörerausgang.

Welche musikalischen Neuheiten bringt das Schuljahr?

Es wird unter anderem einen Chansonchor geben. Etwa zehn Leute haben sich bereits angemeldet. Sie werden unter Leitung von Sophie Backasch Musik der 1920er bis 50er-Jahre singen – teilweise vom Klavier begleitet.

Wie starten Sie personell?

Wir haben mit Robert Kretschmer einen neuen Fachgruppenleiter für die Musikalische Früherziehung eingestellt. Er ist 24 und kommt frisch von der Wiener Hochschule. Er wird die Früherziehung in den Görlitzer Kindergärten organisieren und durchführen.

Kommen Sie mit den finanziellen Mitteln zurecht, die Ihnen zur Verfügung stehen?

Wir rechnen täglich mit Kürzungen, wie wir diese auffangen hängt von der Höhe ab. Viel Spielraum bleibt uns dabei nicht. Mit der Änderung des Kulturraumgesetzes werden die Ensembleangebote für die Mitglieder kostenlos werden. Bisher kosten sie einen symbolischen Preis von 2,50Euro. Diese Einnahmen würden dann aber fehlen. Eine Umlegung auf die Gebühren scheint unausweichlich. Eventuelle Kürzungen müssten dann mit in die neuen Gebühren einfließen. Bis 2013 gibt es Verträge mit der Stadt und dem Land – danach scheint alles ungewiss. Die Kreisumlage und Kosten, wie sie die Stadthalle verursachen wird, erscheinen mir besonders bedrohlich. Die Stadt Görlitz hat aber auch zu Krisenzeiten nie auf Kultur und Kulturförderung verzichtet – wie ich im Ratsarchiv lesen konnte. Berichte aus den Jahren 1940 und folgende belegen die Tradition der besonderen Kulturlandschaft.

Ist Tradition in diesen Zeiten noch etwas wert?

Ich finde jetzt erst recht. Denn sie gibt Halt in dieser turbulenten Zeit.

Denken Sie an eine bestimmte?

Musikalische Früherziehung zum Beispiel. Unsere Musikschule war zu DDR Zeiten Modellschule für musikalische Früherziehung – wir waren die ersten. Ich würde gern an dieser Tradition festhalten. Wir erfüllen quasi den Sächsischen Bildungsplan bereits seit 1970. Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily wies sogar auf die kriminalpräventive Wirkung einer sinnvollen Freizeitbetätigung hin und behauptete mal: „Wer Musikschulen schließt, gefährdet die innere Sicherheit!“ Solange diese Erkenntnis auf der politischen Ebene vorhanden ist, habe ich Hoffnung auf eine 100-Jahrfeier unserer Musikschule in 40 Jahren.

Im Moment sind Sie im 60.Jahr. Welche Rolle spielt das Jubiläum im neuen Schuljahr?

Wir sind immer noch im Jubiläumsjahr, das stimmt. Und wir werden das auch weiter begehen. So werden zum Beispiel unsere monatlichen Konzerte fortgesetzt.

Mit manchem Konzertbesucher sollen Sie in der Vergangenheit nicht zufrieden gewesen sein?

In der Tat ist es mitunter sehr laut. Um Störungen durch Handyklingeln oder Rascheln mit Plastiktüten künftig vorzubeugen, haben wir einen Konzertknigge herausgegeben. Das ist ein kleines Heft mit lustigen Illustrationen des Görlitzer Künstlers Andreas Neumann-Nochten, das den Konzertgästen auf sanfte Art ein paar Verhaltensregeln nahe bringt. Die Idee, dass wir so etwas brauchen, hatten wir schon länger. Und nun ist unser Knigge druckfrisch eingetroffen. Es wird ihn auch noch in Plakatform geben.

Kann man das Heftchen kaufen?

Wir werden es an den passenden Stellen kostenlos auslegen.

Bunt ist es auch in den Gängen Ihrer Einrichtung geworden?

Ja, wir haben ganz neu eine Bildergalerie eingerichtet, die unsere Flure verschönern soll. Dazu wird es wechselnde Ausstellungen geben. Los geht es mit Kinderbildern aus dem Offenen Atelier von Christine Mann.



Robert Koegler zeigt die neuen Taschen für alle Schüler der Musikschule „Johann Adam Hiller“. Als junger Direktor bringt Koegler auch in die Werbung für die Musikschule, um die er sich komplett selbst kümmert, viel frischen Wind.
Fotos: Pawel Sosnowski


.